Neue Drehleiter für die Feuerwehr Wiesmoor

Der Nikolaustag 2019 wird den Mitgliedern der Feuerwehr Wiesmoor stets als ein ganz besonderer Tag in Erinnerung bleiben. An diesem Freitagabend konnten die zahlreichen anwesenden Mitglieder aus allen Abteilungen der beiden Wiesmoorer Stadtfeuerwehren, sowie zahlreiche Gäste die neue Drehleiter in Empfang nehmen. Die Ankunft des neusten Zuwachses im Fuhrpark der Feuerwehr war auch deshalb besonders, da es sich dabei erstmals um eine fabrikneue Drehleiter handelte – die beiden Vorgängerfahrzeuge waren in der Vergangenheit jeweils gebraucht beschafft worden.

Bereits am vorangegangenen Dienstag hatte sich eine Delegation aus Mitgliedern der Feuerwehr Wiesmoor und Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf den Weg ins gut 730 Kilometer entfernte Magirus-Werk in Ulm gemacht, um die neue Drehleiter in die zukünftige Heimat zu überführen. Bevor jedoch die Heimreise angetreten werden konnte, wurden die angereisten Feuerwehrleute zwei Tage lang durch Mitarbeiter der Herstellerfirma intensiv in die Bedienung des neuen Hubrettungsfahrzeugs eingewiesen. Nach der erfolgten Endabnahme im Werk machten sich die Wiesmoorer wieder zurück auf den Weg in die Heimat. In Remels legte man kurz vor dem Ziel eine kleine Pause ein, um das Fahrzeug nach der langen Autobahnfahrt wieder auf Hochglanz zu bringen. Die Kameraden aus der Nachbargemeinde halfen gerne aus und stellten für den kleinen Boxenstopp freundlicherweise ihr Feuerwehrhaus zur Verfügung.

Pünktlich um 19.30 Uhr am Freitagabend fuhr das Neufahrzeug schließlich auf den Hof des Wiesmoorer Feuerwehrhauses vor – und das natürlich standesgemäß mit Blaulicht und Martinshorn.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Friedrich Völler verschafften sich alle Anwesenden einen ersten Überblick vom neuen Fahrzeug. Das ungemütliche Wetter an diesem Abend tat dabei der mehr als guten Stimmung keinen Abbruch. Bis das Neufahrzeug erstmals zum Einsatz kommt, wird es allerdings noch ein paar Tage dauern. Die Mitglieder der Einsatzabteilung müssen erst an der neuen Technik geschult werden. Der Schwerpunkt der Ausbildung wird in den modernen Bedienungseinrichtungen und der Notfallsteuerung liegen. Für die Einsatztaktik ist es ebenfalls wichtig, sich mit dem neuen abknickbaren Leiterteil vertraut zu machen, um im Ernstfall für einen optimalen Einsatz zu sorgen. Für die Übergangszeit – bis genügend Drehleitermaschinisten intern ausgebildet wurden – steht hierbei weiterhin die alte Drehleiter zur Verfügung.

Die Vergabe der Aufträge für das 590.000 Euro teure Fahrzeug an die Firmen MAN und Magirus erfolgte bereits vor 14 Monaten. Die Drehleiter, mit der offiziellen Bezeichnung DLA(K) 23-12 CS AS, ist auf einem MAN TGM 15.290 BL ES Fahrgestell aufgebaut. Sie gehört der aktuellen Magirus-Baureihe mit der Bezeichnung M32L-AS an und verfügt über einen vierteiligen Leiterpark mit Knickgelenk, der eine maximale Rettungshöhe von 32 Metern erlaubt. Der Rettungskorb kann mit einem Gewicht von bis zu 400 Kilogramm belastet werden. Über einen festmontierten kombinierten Wasser- und Schaumwerfer am Korb können maximal 2500 Liter Löschmittel pro Minute abgegeben werden.

Das Neufahrzeug ersetzt die bisherige Drehleiter, Baujahr 1989, die im Jahr 2006 gebraucht beschafft wurde.

Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb)                                                          Bild(er): Jan-Marco Bienhoff (jmb)

 

DLK