Verhalten bei einem Wirbelsturm oder Tornado

Was kann mir passieren?

Wirbelstürme oder Tornados sind manchmal eine Begleiterscheinung schwerer Gewitter. Im Schnitt kommt es im gesamten Bundesgebiet jährlich zu zehn Wettererscheinungen dieser Art (Tendenz steigend!), die meist jedoch über unbewohntem Gebiet stattfinden. Bei ihnen treten zusätzliche Gefahren durch Trümmer und Schmutzteile auf, die von dem heftig rotierenden „Schlauch“ und dessen enormer Sogwirkung mitgeführt werden und wie “Geschosse” wirken können. Die durchschnittliche Fortbewegungsgeschwindigkeit eines Wirbelsturms oder Tornados kann zwischen 40 und 100 km/Stunde betragen, die rotierenden Winde erreichen Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Km/Stunde. Ereignisse dieser Art können in der Natur und an Bauwerken, wie Brücken und Türmen, schwere Schäden anrichten. Dächer können ganz oder teilweise abgedeckt und durch die Luft gewirbelt, Bäume entwurzelt, Strommasten und Antennen geknickt werden. Auch können Gegenstände, die dem Wind eine große Angriffsfläche bieten (Partyzelte, großflächige Abdeckplanen, Markisen, Außenrollos, Sonnenschirme, leichte Überdachungen u. ä.) aus ihren Verankerungen gerissen und durch die Luft geschleudert werden. Für Fahrzeuge aller Art besteht die Gefahr des Umstürzens.

Wichtig: Im Falle einer akuten Gefahr wählen Sie sofort den Notruf 112!

 

Was kann ich dagegen tun?

  • Schließen Sie zusätzlich zu Türen und Fenstern die Rollläden oder Fensterläden. Halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie zum Beispiel Dachluken
  • informieren Sie sich über die aktuelle Wetterentwicklung regelmäßig im Rundfunk, Fernsehen oder Internet
  • suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf. Kraftfahrzeuge, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz
  • meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie zum Beispiel Hallen
  • bleiben Sie nicht im Freien! Suchen Sie, wenn irgend möglich, ein festes Gebäude auf! Werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr betreten, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!

 

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Auf den Internetseiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) finden Sie zu diesem Thema und vielen anderen Themenbereichen ein ausführliches Informationsangebot.

 

Weitere Informationen

Wettergefahren

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

BBK: Richtiges Verhalten bei Unwetter

BBK: Vorsorge für den Katastrophenfall

 

Downloadbereich

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

Meine persönliche Checkliste

 

Infopoint

Beachten Sie bitte, dass es sich bei allen Hinweisen und Tipps lediglich um Empfehlungen handelt, aus welchen keine Haftungsansprüche abgeleitet werden können!

 

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

 

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