Wie verhalte ich mich bei einer starken Rauchentwicklung?

RauchentwicklungEine starke Rauchentwicklung, die durch Brände in Gebäuden, von größeren Fahrzeugen oder anderen Objekten hervorgerufen wird, kann annährend überall und zu jeder Tageszeit auftreten. Im Brandrauch sind oftmals sehr viele Schadstoffe enthalten, die für Mensch und Umwelt eine erhebliche Gefahr darstellen können. Im Falle einer solchen Gefährdung für die Bevölkerung werden die Einsatzkräfte und die zuständigen Behörden umgehend alle notwendigen Maßnahmen zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger einleiten. Jeder kann sich aber auch selbst schützen oder zum Schutz von Mitbürgern beitragen, wenn die hierfür geeigneten Maßnahmen bekannt sind. Das gilt besonders für die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte, aber auch während des Einsatzes und bis zur offiziellen Entwarnung. In seltenen Fällen kann auch eine Evakuierung des betroffenen Bereiches nötig werden.

 

Wichtig: Im Falle einer akuten Gefahr wählen Sie sofort den Notruf 112!

 

Was kann mir passieren?

  • Durch Brände können gesundheitsschädliche Rauchwolken entstehen, die sich sehr schnell ausbreiten und so ein großes Gebiet gefährden können
  • es kann zu extremer Geruchsbelästigung kommen
  • das Einatmen von konzentriertem Brandrauch kann zu schweren gesundheitlichen Schäden (Rauchgasvergiftung) bis hin zum Tod führen
  • Rauchwolken, die über Verkehrsflächen hinwegziehen, können im Straßenverkehr zu starken Sichtbehinderungen und damit zu einer erhöhten Unfallgefahr führen

 

Was kann ich dagegen tun?

Zu Hause:

  • Bleiben Sie im Gebäude
  • Kinder sofort ins Haus rufen
  • Holen Sie Haustiere ins Gebäude
  • Bringen Sie ggf. Nutztiere in ihre Stallungen
  • Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf
  • Informieren Sie – falls erforderlich – andere Hausbewohner
  • Kümmern Sie sich um ältere, hilfsbedürftige und ausländische Mitbürger
  • Schließen Sie Fenster und Türen
  • Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlagen aus
  • Schalten Sie zu Ihrer Information das Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein. Meldungen über das Schadensereignis, Verhaltensregeln und Entwarnung werden auch über die Medien bekannt gegeben
  • Beachten Sie unbedingt die Durchsagen der Behörden und Einsatzkräfte
  • Telefonleitungen nicht blockieren! Feuerwehrnotruf 112 und Polizeinotruf 110 nur im Notfall benutzen!
  • Gebäude erst nach Entwarnung verlassen

Im Freien:

  • Achten Sie auf Durchsagen von Polizei oder Feuerwehr
  • Achten Sie auf die Windrichtung
  • Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie möglichst durch einen Atemschutz, zumindest durch ein Taschentuch
  • Suchen Sie das nächste geschlossene Gebäude auf
  • Beachten Sie Straßen- und Gebietssperrungen. Sie dienen Ihrem Schutz
  • Blockieren Sie keine Verkehrswege! Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind auf freie Straßen angewiesen

Im Auto:

  • Schalten Sie die Lüftung aus und schließen Sie die Fenster
  • Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte
  • Verlassen Sie, wenn möglich, den Gefahrenbereich
  • Suchen Sie ansonsten das nächste geschlossene Gebäude auf oder bleiben Sie in Ihrem Auto sitzen
  • Meiden Sie Tiefgaragen
  • Beachten Sie Straßen- und Gebietssperrungen. Sie dienen Ihrem Schutz
  • Blockieren Sie keine Verkehrswege! Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind auf freie Straßen angewiesen
  • Auto erst nach Entwarnung verlassen

Nach dem Schadensereignis:

  • Auf Entwarnungssignale oder Durchsagen achten
  • Nicht unnötig im Freien aufhalten
  • Wenn nötig, Erste Hilfe leisten
  • Nur im Notfall telefonieren
  • Weitere Anweisungen beachten
  • Schäden dokumentieren, fotografieren
  • Vor Reinigungsarbeiten Informationen aus den Medien beachten

 

Wo bekomme ich weitere Informationen?

BKK: Richtiges Verhalten in NotsituationenKlicksymbol

 

Infopoint

Die Feuerwehr Wiesmoor weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei allen Artikeln dieser Kategorie nur um Hinweise oder Tipps handelt, aus denen keinerlei Haftungsansprüche abgeleitet werden können.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

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